Vergleich von Luftleckagen mit Flüssigkeitsleckagen

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Zum Vergleich der tatsächlichen Flüssigkeitsleckage mit der gemessenen Luftleckage wird die "Dynamische Viskosität" herangezogen. Bei den Flüssigkeiten muss hierbei auch die tatsächliche Betriebstemperatur berücksichtigt werden, da sich die Viskosität der Flüssigkeiten mit ändern der Temperatur ebenfalls verändert.

Hier einige Beispiel-Stoffdaten:

Stoff  Dichte

[kg/m3]

Dynamische
Viskosität 
[10-6 Pa s]

Luft bei 
20°C


1,1881


17,98

Wasser bei 
20°C
80°C
100°C


998,2
971,8
958,4


1002,0
355,0
282,0

Glycerin bei 
20°C
150°C


1260,0
1155,0


1480000,0
1240,0

Für eine reine Luft-Leckage von z.B. 4,0 cm3/min im Wasserraum bedeutet dies

  • bei 20°C heißem Wasser eine Wasser-Leckage von ca. 0,07 cm3/min
  • bei 80°C heißem Wasser eine Wasser-Leckage von ca. 0,20 cm3/min
  • bei 100°C heißem Wasser eine Wasser-Leckage von ca. 0,25 cm3/min

Bei diesen Betrachtungen sind Verunreinigungen wie z.B. gelöster Kalk im Wasser oder sonstige Zusätze nicht berücksichtigt.

In der Realität hat sich zwischen einer Luft-Leckage und einer Wasser-Leckage ein Faktor von ca. 65 - 70 herausgestellt. Für andere Medien wie z.B. Benzin, Diesel, Öl oder Kühlmittel sieht dieser Faktor völlig anders aus. Bei Ölen können je nach Viskosität leicht Faktoren zwischen 2000 und 150000 entstehen. Hier müssen unbedingt die realen Betriebsbedingungen und die daraus resultierende dynamische Viskosität des Mediums in Betracht gezogen werden.

Außerdem gibt es Medien wie z.B. Benzin oder diverse Kühlmittel, die bei der Berührung mit Sauerstoff ausgasen. Hier ist es eventuell notwendig, auf eine entsprechende Gasdichtheit zu prüfen.