Relativdruck, Absolutdruck, Überdruck, Unterdruck - Was ist das ?

zur Übersicht - Weiter - Zurück

In der Physik werden verschiedene Ausdrücke für die physikalische Größe "Druck" verwendet. Diese sollen hier zum besseren Verständnis etwas Erklärt werden sollen:

Absolut-Druck

Der Druck wird immer auf den absoluten Nullpunkt bezogen (absolutes Vakuum). Eine bekannte Absolut-Druck-Angabe ist der Umgebungsdruck. Dieser ist mit 101325 Pa weltweit standardisiert. Alle physikalischen Formeln zum Thema Druck arbeiten normalerweise mit Absolut-Druck-Angaben. Das gilt auch für die auf diesen Seiten vorgestellten Formeln. Wo eine Unterscheidung notwendig ist, wird dies mit den Kennzeichnungen "(rel)" für Relativdruck und "(abs)" für Absolutdruck getan.

Relativ-Druck

Hierbei bezieht sich die Druckangabe auf den aktuellen Umgebungsdruck. Relativ zu diesem sprechen wir von Überdruck, wenn der Druck größer als der Umgebungsdruck ist bzw. von Unterdruck (oder Vakuum), wenn der Druck kleiner als der Umgebungsdruck ist. Diese Unterscheidung wird auch durch ein vorangestelltes Vorzeichen deutlich gemacht (z.B. -50kPa = Unterdruck).

In den APT-Systemen kommen beide Arten vor. So werden die Prüfdrücke immer als Relativdrücke angegeben. Die zugehörenden Druckregler stellen automatisch bezogen auf den aktuellen Umgebungsdruck den geforderten Prüfdruck als Druckdifferenz ein. Auch die zugehörende Druckanzeige wird dann immer auf den Umgebungsdruck bezogen.

Bei einigen Geräten (besonders bei Kombigeräte für Über- und Unterdruck) wird der Prüfdruck jedoch mit Absolut-Druck-Sensoren gemessen. Hierbei wird also der Druck bezogen auf das absolute Vakuum angezeigt.

Ein bekanntes Absolut-Druck-Mess-System ist das Barometer. Es misst den aktuell herrschenden Umgebungsdruck gegenüber dem absoluten Nullpunkt (Vakuum).

Beim Umgebungsdruck ist noch zu beachten, dass sich dieser wegen der Wetterlagen oder auch der landschaftlichen Gegebenheiten (Berge, Täler) gegenüber der Standardangabe verändern kann. Die Wetter bedingten Schwankungen können nur mittels aktueller Messungen gegen gerechnet werden. Bei höhenunterschieden kann die "Barometrische Höhenformel" zur Unterstützung heran gezogen werden.