Massestrom oder Volumenstrom - Was ist das ?

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Bei einigen Formeln (schwarzer Rahmen) kann durch Klicken auf das Formelfenster die entsprechende On-Line-Berechnungshilfe geöffnet werden.

1. Volumenstrom

Unter Volumenstrom versteht man das Volumen eines Mediums, das sich innerhalb einer Zeiteinheit durch einen Querschnitt bewegt.

Hierbei handelt es sich immer um eine Leckage, welche auf eine gemessene Druckveränderung im Prüfvolumen zurück geht. Zur Berechnung der Leckage wird das "Allgemeine Gasgesetz" heran gezogen.

Übliche Einheiten sind: [cm3/min], [ml/min], [l/h], [mbar*l/s], [Pa*m3/s], [Pa/s], [mbar/s]

Der Volumenstrom wird in unseren Breiten gerne an die DIN102 angelehnt. Er spiegelt die Realität am besten wieder.

Definitionen der DIN102  

Gastemperatur:
Gegendruck:

 

20°C
98,000 kPa

 

2. Massestrom

Der Massestrom beschreibt die Masse eines Mediums, die sich in einer Zeiteinheit durch einen Querschnitt bewegt.

Hierbei handelt es sich immer um eine Leckage, welche die geflossene Menge (Masse) aus dem Prüfvolumen repräsentiert. Diese kann mit verschiedenen Messsystemen wie z.B. thermische Massflow-Sensoren gemessen werden. Hierbei wird immer die Gas-Temperatur und der Gasfluss über eine Laminar-Flow-Strecke gemessen.

Übliche Einheiten sind: [Ncm3/min], [Nml/min], [Nl/h], [g/h], [kg/h]

Zur Unterscheidung zum Volumenstrom wird meist ein "N" (= Norm) der Einheit voran gestellt. Als Norm wird hier meist die DIN1343 heran gezogen.

Definitionen der DIN1343

Gastemperatur:
Gegendruck:

 

0°C
101,325 kPa

Da sich die Definitionen unterscheiden, gibt es im Vergleich beider Prüfverfahren eine kleine Differenz (ca. 10%). Diese wird sichtbar, wenn man mit einem Massefluss-Kalibrator an einem Volumenstrom-System eine Testleckage erzeugt ohne dass das Volumenstrom-System entsprechend korrigiert wurde.